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Das mobile Drehkreuz im Live-Test

Aktualisiert: 18. Dez 2019

Sommerfest im Gründerzentrum Hub31, 17.30 Uhr, Premiere für das mobile Drehkreuz. Die Connfair-Ingenieure, -Entwickler und -Projektmanager scharen sich am Einlass und warten gebannt auf den ersten Besucher. Monatelang haben sie getüftelt, gesägt, geschraubt, 3-D-gedruckt, programmiert. Wie werden die Besucher beim ersten Live-Test wohl auf das mobile Drehkreuz reagieren? Wo muss noch nachgebessert werden, was funktioniert gut?


Die erste Testerin...


...ist sechs Jahre alt. Das Ticket hat die Mutter von Paula auf dem Smartphone dabei. Sie zoomt auf den QR-Code, legt es auf die Ablage, wartet kurz. "Tsching!", ein grünes Licht leuchtet auf. Dem Sommerfest steht für Paula nichts mehr im Weg. "Ich mag so einen Eingang, das finde ich witzig gemacht", sagt die Sechsjährige auf Nachfrage. Erleichtertes Ausatmen, der Kindertest ist also schon einmal bestanden. Doch wie sieht es mit den Erwachsenen aus?


Lob und Kritik


Der nächste Schwung betritt die Eventlocation. Was auffällt: Einige versuchen, ihren QR-Code oben auf dem Display zu scannen. Das sei intuitiver, wie im Flughafen, erklären sie. Das Smartphone mit der Einlass-App scannt jedoch nach unten, man muss sein Ticket also in den Zwischenraum halten. Mechaniker Thibault hört dem Feedback gespannt zu und beobachtet. "Das ist ein Prototyp", erklärt er. "Wir schauen, wie sich die Leute verhalten und vielleicht werden wir das in Zukunft ändern."


Björn Ehmig von der Telekom findet das Drehkreuz interessant. "Das ist ein mobiles Gerät, das finde ich auf jeden Fall spannend", sagt er. Er könne sich gut vorstellen, wie man Konferenzräume damit zu zugangsbeschränkten Tagungsräumen umfunktioniert. Auch Dirk Peters malt sich schon Veranstaltungen aus, die draußen oder an ungewöhnlichen Orten stattfinden. "Der Clou ist, dass es mobil ist und man jeden Ort zur Eventlocation machen kann", sagt er. Das Drehkreuz könne man einfach hinrollen.


Begeistert ist er vom grünen LED-Licht: "Das ist wirklich sehr klar." Für Farbenblinde sollte man sich dennoch überlegen, zusätzlich ein Symbol dran zu machen. Ein anderer Gast lobt den Zähleffekt: Dass das mobile Drehkreuz automatisiert mitzähle, wie viele Menschen sich in einem Raum befinden, sei sehr praktisch. Zum Beispiel, wenn man eine Brandschutzverordnung einzuhalten habe.


In Windeseile auf- und abgebaut


Am Ende des Events ist Connfair-Geschäftsführer Arne Schäufele zufrieden. Das mobile Drehkreuz sei sehr gut angekommen bei den Besuchern, resümiert er. Spätabends macht er noch eine positive Erfahrung: Trotz Müdigkeit lässt sich das Drehkreuz in Windeseile zusammenklappen und wieder beiseite rollen. Feuertaufe bestanden!

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